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authorEugen Wissner <belka@caraus.de>2025-11-05 09:33:23 +0100
committerEugen Wissner <belka@caraus.de>2025-11-05 09:33:23 +0100
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+++ /dev/null
@@ -1,92 +0,0 @@
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-layout: post
-date: 2011-08-05 05:28:00
-tags: Aufsatz
-title: Interpretieren Sie, welche Aussage das Lied „Letzter Tag“ besitzt
-teaser: |
- <p>
- Das vorliegende Lied „Letzter Tag“ ist vom deutschen Musikproduzenten, Sänger
- und Schauspieler aus Göttingen, Herbert Grönemeyer, geschrieben worden. Es
- erschien im Jahr 2002 im Album „Mensch“.
- </p>
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-Das vorliegende Lied „Letzter Tag“ ist vom deutschen Musikproduzenten, Sänger
-und Schauspieler aus Göttingen, Herbert Grönemeyer, geschrieben worden. Es
-erschien im Jahr 2002 im Album „Mensch“.
-
-Am Beginn des Liedes hört man eine langsame, traurige Musik, die eine Reihe
-tiefer Fragen zum Leben begleitet, wie zum Beispiel: „Lohnen sich die Gefühle?“,
-„Warum wacht man auf?“ und „Was heilt die Zeit?“. Schon an dieser Musik und
-diesen Fragen kann man erkennen, dass die unglückliche Liebe das Hauptmotiv des
-Werkes ist.
-
-Diese Fragen sind kaum zu beantworten aber der Hörer wird mit der Erwartung
-erfüllt, eine Antwort des Autors auf einige von denen zu bekommen. Andere sind
-ihrerseits deutlich rhetorisch. So benötigt die Frage „Weiß man, wie oft ein
-Herz brechen kann?“ keine Antwort.
-
-Dann ändert sich die Musik, sie wird sicherer, lebendiger und beweglicher, und
-es folgen die Worte, die im Laufe des Liedes immer wieder wiederholt werden:
-
-\begin{quote}
-Ich bin dein siebter Sinn,\\
-Dein doppelter Boden,\\
-Dein zweites Gesicht.
-\end{quote}
-
-Und das ähnelt sich schließlich dem Ruf eines einstmals vollkommenen Menschen,
-eines Androgyns, der seinen zweiten, d.h.\ weiblichen Teil verloren hat. Dieses
-Wortspiel: „Ich bin dein…“ klingt wie „Ich bin ein Teil von dir“ und
-wiederholt sich ständig.
-
-Danach kommen die Zeilen, die auch mehrmals gesungen werden. Nur in der
-vorletzen Strophe werden die beiden letzen Verse weggelassen, da sie durch die
-letzte Strophe ersetzt werden, die ihre Bedeutung vervollständigt und erläutert.
-In der dritten Stroßhe wird die Hoffnung hervorgehoben. Eine kluge, sichere
-bzw.\ gute Prognose ist doch eine Prognose, die die Sicherheit und
-Glückseligkeit hervorsagt. „Ein Leuchtstreifen aus der Nacht“ ist die notwendige
-Hilfe, mit der man sogar nachts ein bisschen sehen kann.
-
-Im folgenden äußert Grönemeyer immer stärker das Vertrauen zu seiner Liebe und
-das Wollen keine Geheimnisse vor ihr zu haben: „Verrat dir alle Geheimzahlen“.
-Er verspricht alles für seine Gefährte zu tun, ihr ein neues Leben zu schenken,
-es „auf einem goldenen Tablett“ zu servieren. Und das spricht dafür, dass sie
-ihn aus dem Albtraum es Lebens rettet:
-
-\begin{quote}
-Du holst mich aus dem grauen Tal der Tränen,\\
-Lässt alle Wunder auf einmal gescheh'n.
-\end{quote}
-
-In der letzten Strophe wird dem Hörer besonders deutlich verraten, dass die
-Frau, an die der Autor sich wendet, gar nicht da ist. Sie ist nur ein Ideal.
-Viermal wird gesagt: „Ich finde dich“ aber der letzte lautet: „Ich finde dich
-oder nicht“. Der Autor deutet damit an, dass seine Suche nach seinem zweiten
-„Ich“ vielleicht gar kein Ergebnis haben kann. Aber er sieht in dieser Suche
-offensichtlich den Sinn seines ganzen Lebens und will sie niemals aufgeben.
-
-Der Text des Liedes ist sehr reich an Anaphern: „Ich finde dich“ in der letzen
-Strophe oder „Kannst sie…“ in der vierten. Man findet auch eine ganze Menge
-von Allegorien, z.B.:
-
-\begin{quote}
-Ich bin dein siebter Sinn,\\
-Dein doppelter Boden,\\
-Dein zweites Gesicht.
-\end{quote}
-
-oder:
-
-\begin{quote}
-Du bist eine gute Prognose.\\
-Das Prinzip Hoffnung…
-\end{quote}
-
-Man stößt ferner auch auf Hyperbeln: „Wie viele Tränen passen in einen Kanal?“
-und „Tal der Tränen“.
-
-Eine „kluge“ Prognose kann als eine Personifikation gelten.
-
-Meiner Meinung nach ist das Lied ein schönes Beispiel eines Textes, in dem
-moderne Wörter wie „sportlichster Wagen“ vorkommen und ein ewiges und tiefes
-Gefühl der Liebe geäußert wird. Es vereinigt die Klassik mit dem Modernismus.