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authorEugen Wissner <belka@caraus.de>2025-11-05 09:33:23 +0100
committerEugen Wissner <belka@caraus.de>2025-11-05 09:33:23 +0100
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index 0000000..5a4d181
--- /dev/null
+++ b/posts/2011/08/roman-die-fische-von-berlin-von.tex
@@ -0,0 +1,64 @@
+---
+layout: post
+date: 2011-08-09 04:29:00
+tags: Aufsatz
+title: Roman „Die Fische von Berlin“ von Eleonora Hummel
+teaser: |
+ <p>
+ Im Buch „Die Fische von Berlin“ von Eleonora Hummel geht es um ein Mädchen
+ aus einer russlanddeutschen Familie, das alles von ihren Vorfahren wissen
+ will. Eines Tages entdeckt dieses Mädchen, Alina, die verblüffende
+ Gewohnheit ihres Großvaters mit einem Messer unter seinem Kissen zu
+ schlafen. Diesem Messer begegnet man im Laufe des Buches immer wieder.
+ </p>
+---
+\subsection{
+ Untersuchen und bewerten Sie ausgehend von Ihrer Lektüre das „Leitmotiv des
+ Messers“\footnote{
+ Vgl. S. 17ff, 20, 36f, 43, 44, 53, 65f, 80, 83, 99, 128, 133, 144, 147,
+ 149, 152, 213f.
+ }
+}
+
+Im Buch „Die Fische von Berlin“ von Eleonora Hummel geht es um ein Mädchen aus
+einer russlanddeutschen Familie, das alles von ihren Vorfahren wissen will.
+Eines Tages entdeckt dieses Mädchen, Alina, die verblüffende Gewohnheit ihres
+Großvaters mit einem Messer unter seinem Kissen zu schlafen. Diesem Messer
+begegnet man im Laufe des Buches immer wieder.
+
+Alina fand das Messer, als sie eine Aufgabe von ihrer Großmutter bekam, die
+Betten im Schlafzimmer Alinas Großeltern zu machen. Die Enkelin dachte
+zunächst, dass das Messer in die Küche gehört. Aber die Großmutter befahl, es
+unter das Kissen zurückzulegen und sagte, dass dieses Messer gut gegen
+Großvaters Krankheiten sei. Alina machte das aber nicht. Alles schien ein
+rätselhaftes Geheimnis zu sein. Sie befragte alle Verwandten und keiner sagte
+etwas. Die Enkelin versuchte viel später, als ihre Familie außer den Großeltern
+in den Kaukasus zog, das Messer zurückgeben aber Großvater überließ es ihr und
+versprach später Alles zu erklären. „Das Messer hat eine Vorgeschichte.“
+
+Das Messer kaufte Großvaters Bruder, Konrad, als der Großvater nach Großen
+Säuberungen in sein Dorf zurückkam „… und wenn es nur ein Kampfmesser ist,
+lebend kriegen sie mich nicht noch mal“ — sagte Konrad damals. Der Großvater
+antwortete, dass er seinem Bruder das Messer schenkt. Später wurden die beiden
+Brüder verhaftet und in die Trudarmija geschickt. Konrad ritzte dann die
+Initialen seines Namens auf dem Messer und gab es dem Großvater, weil Konrad
+eine Familie hatte und sich nicht töten durfte. In der Tat war Konrad Alinas
+Großvater, er ist aber verschwunden.
+
+Konrad Bachmeier wollte sich mit dem Messer töten, um Leiden zu vermeiden, wenn
+er verhaftet wird. Dieses Taschenmesser ist Symbol seines Lebens. Und er
+schickt es seinem Bruder mit der Hoffnung, dass der Großvater Konrads Leben
+fortsetzen bzw. ersetzen kann. Eine Waffe kann auch ein Schutz für das Leben
+sein. Der Großvater bekam deswegen mit dem Messer die Verantwortung für eine
+fremde Familie. Mit dem Messer kann man auch jagen und seine Familie mit Brot
+sichern. Der Großvater musste mit der Frau seines Bruders zusammenleben.
+Wahrscheinlich legte er das Messer deswegen unter sein Kissen, um sich ständig
+an seinen Bruder zu erinnern.
+
+Und als endlich die ganze Geschichte erzählt wurde, bekam Alina das Messer,
+damit das Leben dieser Familie nicht beendet wird.
+
+Ein Messer kann nicht schlecht oder gut sein. Mit einem Messer kann man Brot
+schneiden und mit demselben Messer auch Menschen töten. Der Großvater musste
+seine ganzes Leben Entscheidungen treffen, wie er sich verhalten soll und dabei
+konnte ihm des Bruders Messer helfen.