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diff --git a/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex b/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex index 5cd386c..515099c 100644 --- a/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex +++ b/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex @@ -4,49 +4,49 @@ date: 2014-12-22 11:04:00 tags: Gedicht title: Das alte, neu erzählte Märchen teaser: | - Mein Dad schuf neu die alten Märchen:<br> - von einem sonderbaren Mädchen,<br> - von ihrem Prinzen und dem Reiche,<br> + Mein Dad schuf neu die alten Märchen: // + von einem sonderbaren Mädchen, // + von ihrem Prinzen und dem Reiche, // in ihm sind tiefe Honigteiche. - Von Wesen, die im Walde leben:<br> - von Spinnen, die dort Schlösser weben,<br> - von Basilisken und Chimären<br> + Von Wesen, die im Walde leben: // + von Spinnen, die dort Schlösser weben, // + von Basilisken und Chimären // und Satyrn, Hexen, Drachen, Bären. - Im Reiche gibt es Königsritter<br> - und armes Fräulein Margareta.<br> - Erzähltest du ein wahres Märchen<br> + Im Reiche gibt es Königsritte // + und armes Fräulein Margareta. // + Erzähltest du ein wahres Märchen // von jenem wunderbaren Mädchen, - von ihrem Prinzen und dem Reiche,<br> - in dem die tiefsten Honigteiche,<br> - von grünen, zauberhaften Wiesen<br> + von ihrem Prinzen und dem Reiche, // + in dem die tiefsten Honigteiche, // + von grünen, zauberhaften Wiesen // und wilden, grauenvollen Riesen? - Und was, wenn’s stimmt, was Leute sagen,<br> - die jedes Märchen hinterfragen?<br> - Es gibt, sie sagen, keine Ritter<br> + Und was, wenn’s stimmt, was Leute sagen, // + die jedes Märchen hinterfragen? // + Es gibt, sie sagen, keine Ritte // und keine arme Margareta. - Wie soll ich denn noch weiter leben,<br> - wenn alle Sagen langsam sterben?<br> - Erzähl mir deine neuen Märchen,<br> + Wie soll ich denn noch weiter leben, // + wenn alle Sagen langsam sterben? // + Erzähl mir deine neuen Märchen, // vom allerschönsten Menschen, Gretchen! - Ich werd’ sie unter Menschen säen,<br> - Ich pflege sie und schütz’ vor Krähen.<br> - Man wird sie eines Tages pflücken<br> + Ich werd’ sie unter Menschen säen, // + Ich pflege sie und schütz’ vor Krähen. // + Man wird sie eines Tages pflücken // und als den Trank des Lebens schlücken. - Sag, kann ein Märchen mich berauben,<br> - da ich an die erzählten nicht mehr glaube?<br> - Bringst du mir bei, wie ich sie dichte,<br> + Sag, kann ein Märchen mich berauben, // + da ich an die erzählten nicht mehr glaube? // + Bringst du mir bei, wie ich sie dichte, // wie ich die Welt des Traumes richte. - Mein Vater, sag, dass ich noch lebe,<br> - dass ich nur bloß im Traume schwebe,<br> - ich werd’ die alte Welt vernichten<br> + Mein Vater, sag, dass ich noch lebe, // + dass ich nur bloß im Traume schwebe, // + ich werd’ die alte Welt vernichten // und sie dann neu, ganz neu umdichten! --- Der innere Gehalt mag nietzscheanisch geprägt sein. Die Idee für das Gedicht |
