From 86f7a15a2843f8c207124345d13969fb05ecc611 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Eugen Wissner Date: Wed, 5 Nov 2025 09:33:23 +0100 Subject: Move themes files into the root directory --- .../2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex | 113 --------------------- 1 file changed, 113 deletions(-) delete mode 100644 themes/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex (limited to 'themes/posts/2014/12') diff --git a/themes/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex b/themes/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex deleted file mode 100644 index 8f361ba..0000000 --- a/themes/posts/2014/12/das-alte-neu-erzahlte-marchen.tex +++ /dev/null @@ -1,113 +0,0 @@ ---- -layout: post -date: 2014-12-22 11:04:00 -tags: Gedicht -title: Das alte, neu erzählte Märchen -teaser: | -

- Mein Dad schuf neu die alten Märchen:
- von einem sonderbaren Mädchen,
- von ihrem Prinzen und dem Reiche,
- in ihm sind tiefe Honigteiche. -

-

- Von Wesen, die im Walde leben:
- von Spinnen, die dort Schlösser weben,
- von Basilisken und Chimären
- und Satyrn, Hexen, Drachen, Bären. -

-

- Im Reiche gibt es Königsritter
- und armes Fräulein Margareta.
- Erzähltest du ein wahres Märchen
- von jenem wunderbaren Mädchen, -

-

- von ihrem Prinzen und dem Reiche,
- in dem die tiefsten Honigteiche,
- von grünen, zauberhaften Wiesen
- und wilden, grauenvollen Riesen? -

-

- Und was, wenn’s stimmt, was Leute sagen,
- die jedes Märchen hinterfragen?
- Es gibt, sie sagen, keine Ritter
- und keine arme Margareta. -

-

- Wie soll ich denn noch weiter leben,
- wenn alle Sagen langsam sterben?
- Erzähl mir deine neuen Märchen,
- vom allerschönsten Menschen, Gretchen! -

-

- Ich werd’ sie unter Menschen säen,
- Ich pflege sie und schütz’ vor Krähen.
- Man wird sie eines Tages pflücken
- und als den Trank des Lebens schlücken. -

-

- Sag, kann ein Märchen mich berauben,
- da ich an die erzählten nicht mehr glaube?
- Bringst du mir bei, wie ich sie dichte,
- wie ich die Welt des Traumes richte. -

-

- Mein Vater, sag, dass ich noch lebe,
- dass ich nur bloß im Traume schwebe,
- ich werd’ die alte Welt vernichten
- und sie dann neu, ganz neu umdichten! -

---- -Der innere Gehalt mag nietzscheanisch geprägt sein. Die Idee für das Gedicht -hatte ich schon länger, bis das Lied bzw. Gedicht von Yuri Kukin „Der alte -Märchendichter“ (russisch Старый сказочник) mich auch auf die richtige Form -brachte: natürlich das Märchen! Der Stil ist beeinflusst von dem oben genannten -Lied und Heinrich Heines „Liebste, sollst mir heute sagen“. Ein spezieller Dank -gilt Jean-Philippe Séraphin, der eine tiefgreifende Rezension geschrieben hat, -die mir geholfen hat, den Text noch einigermaßen zu verbessern. - -Mein Dad schuf neu die alten Märchen:\\ -von einem sonderbaren Mädchen,\\ -von ihrem Prinzen und dem Reiche,\\ -in ihm sind tiefe Honigteiche. - -Von Wesen, die im Walde leben:\\ -von Spinnen, die dort Schlösser weben,\\ -von Basilisken und Chimären\\ -und Satyrn, Hexen, Drachen, Bären. - -Im Reiche gibt es Königsritter\\ -und armes Fräulein Margareta.\\ -Erzähltest du ein wahres Märchen\\ -von jenem wunderbaren Mädchen, - -von ihrem Prinzen und dem Reiche,\\ -in dem die tiefsten Honigteiche,\\ -von grünen, zauberhaften Wiesen\\ -und wilden, grauenvollen Riesen? - -Und was, wenn’s stimmt, was Leute sagen,\\ -die jedes Märchen hinterfragen?\\ -Es gibt, sie sagen, keine Ritter\\ -und keine arme Margareta. - -Wie soll ich denn noch weiter leben,\\ -wenn alle Sagen langsam sterben?\\ -Erzähl mir deine neuen Märchen,\\ -vom allerschönsten Menschen, Gretchen! - -Ich werd’ sie unter Menschen säen,\\ -Ich pflege sie und schütz’ vor Krähen.\\ -Man wird sie eines Tages pflücken\\ -und als den Trank des Lebens schlücken. - -Sag, kann ein Märchen mich berauben,\\ -da ich an die erzählten nicht mehr glaube?\\ -Bringst du mir bei, wie ich sie dichte,\\ -wie ich die Welt des Traumes richte. - -Mein Vater, sag, dass ich noch lebe,\\ -dass ich nur bloß im Traume schwebe,\\ -ich werd’ die alte Welt vernichten\\ -und sie dann neu, ganz neu umdichten! -- cgit v1.2.3